Anrechnungen und Wahlfächer – ein Leitfaden für die “alten” Studienpläne (Bakkelaureat/Magister/Diplom/LA 2000-2003)

ACHTUNG: Diese Form der Anrechnung mit Modulen betriffen NICHT die neuen Bachelor- und Masterstudien 2008. Für die Anrechnung von Erweiterungscurricula (EC) zu den neuen Bachelor/Masterstudien siehe den EC-Leitfaden hier.

Allgemeines zur Anrechnung und Wahlfächern

Ungefähr im 2. oder 3. Semester sollte man sich die ersten Gedanken über die Wahlfächer machen sowie damit zu beginnen ein Konzept nach dem unten stehenden Muster zu erstellen. Mit jenem in der Tasche gehe man angemeldet in die Sprechstunde von Prof. Timothy Riese (Studienprogrammleiter), um die Wahlfächer und Anrechnungen zu besprechen und anschließend beim StudienServiceCenter der Philologisch-Kulturwiss. Fakultät (vormals Prüfungsabteilung) abzugeben.

Die Anrechnung ist auf der Finno-Ugristik eine einfache Angelegenheit, wenn man folgende Ratschläge befolgt: BEVOR man mit der tatsächlichen Anrechnung beginnt, sollte man sich ein Konzept – ein sogenanntes Qualifikationsprofil mit dem Zweck der gewählten Fächer für das persönliche Studium erstellen: WAS will ich weshalb in welcher Menge anrechnen, WIE passt das alles zu meinem Studium, WARUM gerade das, etc. Hilfreich ist es dabei unter Beachtung der unten stehenden Hinweisen eine Übersicht mit der möglichen Kombination aus gewünschten Wahlfächern schematisch gegliedert in Blöcken/Modulen aufzuschreiben und dann zusammen mit jenen Papieren und dem Konzept im Kopf vorbereitet zu Prof. Timothy Riese zu gehen. Die notwendigen Formulare findest du weiter unten zum Downloaden. Plant bis eine Stunde für das Gespräch mit Prof. Timothy Riese ein. Im Anschluß an das Gespräch füllst du den Anrechnungsbogen aus und gibst jenen mit allen Zeugnissen und Kopie des Studienstammblattes in der Prüfungsabteilung (Hof 1 Durchgang) ab. Nach ein paar Wochen bekommst Du dann den Anrechnungsbescheid. Es ist wichtig VOR dem Abgeben des Anrechnungsbegehrens in der Prüfungsabteilung mit Prof. Timothy Riese in der Abteilung die ganze Anrechnung durchzubesprechen!

Anrechnung von Wahlfächern an inländischen Universitäten / FH

Bakkelaureatsstudien

Für die Bakkelaureatsstudien Fennistik und Hungarologie ist die Absolvierung von 38 Semesterwochenstunden an freien Wahlfächern notwendig. Es gibt zwei Arten jene zu absolvieren – einerseits mit Hilfe von Modulen, andererseits mit einer freien Zusammenstellung von Wahlfächern in Blöcken.

Module

Die Module sind nach Themen von der Studienprogrammleitung ausgewählt. Eine genaue Auflistung über die derzeit angebotenen Module ist auf der Seite des Institutes abrufbar.

Zusammenstellung eigener freien Wahlfächern

Im Grunde können alle Lehrveranstaltungen, die auf einer in- oder ausländischen Universität (in Österreich auch FH) absolviert wurden angerechnet werden, solange sie die formalen Kriterien erfüllen und in einem begründeten Zusammenhang mit dem Studium stehen. Hauptaugenmerk liegt jedoch auf den philologischen Fächern, die mit Fächern aus anderen Bereichen wie Technik, Wirtschaft usw. BEGRÜNDET kombiniert werden können.

Der begründete Zusammenhang ergibt sich daraus, dass jene Fächer im Interesse der Studentin oder des Studenten stehen und diese die Begründung am Formular der Anrechnung angeben, warum sie gerade DIESE Kombination an Fächern absolvieren. Unter solcher Begründung lässt sich dann auch im Extremfall das zahnmedizinische Studium mit Hungarologie kombinieren, wenn es für die weitere Laufbahn der Studentin oder des Studenten nützlich erscheint.

Bildung von Blöcken

Die Menge an Wahlfächern ist in mindestens zwei Wahlfächerblöcke zu teilen, wobei jeder Block einen frei gewählten Themenbezug haben soll.

Zum Beispiel: Finno-Ugrische Kulturgeschichte, Sprachwissenschaften, Informatik, Zahntechnik, Medizin, usw.

Es können auch drei Blöcke gebildet werden, wobei vier Wahlfachblöcke nur mit einer hinreichenden Begründung zugelassen werden. Der größte Block kann zwischen 14 und 24 Stunden betragen, wobei maximal 12 Wochenstunden an Fächern aus Fachhochschulen (FH) erlaubt sind. Die restlichen Stunden sind dann anteilig auf die anderen 1-2 Blöcke aufzuteilen, wobei es nicht zu einer “Restlverwertung” kommen darf. Wenn jemandem bei der Verteilung der Stunden einige lose Stunden ohne Block überbleiben wie beispielsweise 2h Englisch und 1h Glasblasetechnik wird ein daraus gebildeter Block über 3h Glasblasetechnik und Englisch nicht akzeptiert.

Parallelanrechnungen im Bakkelaureatsstudium

Studiert man sowohl Fennistik als auch Hungarologie, so können für das eine Fach absolvierte Wahlfächer auch im anderen Studium angerechnet werden. Im Rahmen des Magisterstudiums ist dies nur insofern möglich, wenn der unmittelbare Fachbezug gegeben ist.

Magisterstudien

Für die Magisterstudien sind jeweils 10 Stunden an freien Wahlfächern zu absolvieren.

Vorarbeiten von Fächern für das Magisterstudium während dem Bakkelaureat

Beabsichtigt man im Anschluß an das Bakkelaureat ein Magisterstudium zu absolvieren, so können (Wahl)pflichtfächer aus dem Magisterstudium bei ausreichender Zeit bereits während dem Bakkelaureatsstudium abgelegt werden. Werden diese Fächer für das Bakkelaureatsstudium bereits angerechnet, so ist zu beachten, dass dann während des Magisterstudiums jene Stunden durch andere Wahlfächer zu substituieren sind, da die vorgegebene Summe an abzulegenden Stunden für Bakkelaureat und Magisterstudium nicht unterschritten werden darf.

Fachbezug bei Magisterstudien

Während man beim Bakkelaureatsstudium die Wahlfächer nach einem eigenen, relativ freien, Konzept zusammenstellen konnte, muss beim Magisterstudium für die Auswahl der Wahlfächer bzw. Anrechnungen ein Fachbezug je nach Studium – zur Finno-Ugristik oder Ungarischen Literaturwissenschaft – gegeben sein.

Lehramt Ungarisch

Da für das Lehramt eine kleinere Anzahl an Wahlfächer zu belegen sind (1. Abschnitt und 2. Abschnitt jeweils nach gewählten Lehrveranstaltungen 0 bis 8 Semesterwochenstunden) ist hier eine Blockbildung nicht notwendig. Hierbei können als Wahlfächer auch zusätzliche andere Fächer aus Lehramtsstudien angerechnet werden.

Allgemeine Bemerkungen

Überschüsse und “doppelte” Stunden

Wird die vorgegebene Menge an Stunden zu einem Fach überschritten, so sind jene nur in Form von Blöcken zusammen mit thematisch geblockten Fächern anrechenbar.

Beispiel: Aus Landeskunde sind 4 Wochenstunden für das Bakkalaureat zu absolvieren. Werden zusätzlich aus eigenem Interesse zwei weitere Stunden Landeskunde belegt, so ist der Überschuss aus zwei Wochenstunden nur zusammen mit anderen Fächern in einem Block zusammengefasst zur Anrechnung zugelassen.

Sprachübungen, Übungen zum Spracherwerb

Lehrveranstaltungen können nicht mehrfach angerechnet werden. Dies gilt insbesondere bei den Übungen zum Spracherwerb (vormals Sprachübungen) in einer bestimmten Stufe. Wurde die Übung einer bestimmten Stufe bereits am Institut absolviert und wird dann beispielsweise die auf selben Niveau liegende Übung im Ausland erneut belegt, so kann dieses im Ausland absolvierte Fach nicht angerechnet werden.

Beispiel: Spracherwerb 1 am Institut und ein auf demselbem 1er Niveau abgelegter Sprachkurs in Finnland oder Ungarn ist nicht als höherer Spracherwerb 2, 3 oder 4 anrechenbar! Dasselbe gilt bei bereits abgelegter Sprachbeherrschungsprüfung – in diesem Fall sind weitere Übungen zum Spracherwerb nicht anrechenbar, da die Sprachbeherrschungsprüfung jene Übungen ersetzt.

Spezielles zur Anrechnung von Fächern aus dem Ausland

Auslandssemester

Für die Anrechnung von Fächern aus dem Ausland ist es unbedingt notwendig, dass die Zeugnisse folgendes beinhalten: Datum der Prüfung, ECTS-Punkte oder Semesterwochenstunden, eine Benotung (das System ist egal), Art der Lehrveranstaltung (Übung, Vorlesung,…), Inhalt und Umfang der Lehrveranstaltung (Titel) sowie bei Sprachübungen extra noch das Niveau angegeben mit dem europ. Referenzrahmen (A,B,C1,C2,…). Am Ende des Auslandsaufenthaltes mit allen gesammelten Zeugnissen und dem Konzept zu Prof. Timothy Riese wegen der Anrechnung gehen. Die Anrechnung ist unabhängig von der Bestätigung der Stunden für die Stipendienstelle bzw. das ÖAD-Büro.

ACHTUNG: Neben der Annahme der abgelegten Stunden im Ausland durch die Stipendienorganisation (Erasmus, CEEPUS, AÖU, Sokrates,…) ist immer eine Anrechnung am Institut bzw. über Prof. Deréky und die Prüfungsabteilung notwendig!

Sommerunis, Sprachkurse und Spracherwerb im Ausland

Wie bereits erwähnt können Übungen zum Spracherwerb auf demselben Niveau nicht mehrfach angerechnet werden. Aus diesem Grund ist VOR Antritt des Auslandskurses mit dem Institut und der Sommeruni (bei Szombathely Mag. Márta Csire) abzuklären, auf welchem Niveau der Sommerunikurs abgehalten wird und welche Übung zum Spracherwerb er am Institut ersetzen kann, da dieser dann nicht noch einmal am Institut abgelegt werden muss. Nachträglich ist dies nur schwer bis gar nicht möglich, deshalb vor Auslandsantritt klären – geht einfach und schnell!