Anrechnung von Lehrveranstaltungen aus anderen Studien

Anrechnung von Lehrveranstaltungen aus anderen Studien

Hat man auf seiner bisherigen Universitätslaufbahn Studien absolviert, deren Lehrveranstaltungen sich vom Inhalt, Typ und Ausmaß mit jenen vom an der Abteilung Finno-Ugristik studierten Studium übereinstimmen, so können jene bereits absolvierten Lehrveranstaltungen für das Studium an der Abteilung Finno-Ugristik angerechnet werden.

Beispiel:

Während dem Studium Indogermanistik hat man bereits eine Lehrveranstaltung Einführung in die Sprachwissenschaften besucht, die einer Vorlesung mit 2 Semesterwochenstunden und xx ECTS Punkten entspricht. Beginnt man nun Fennistik oder Hungarologie zu studieren, so kann man jene bereits absolvierte Lehrveranstaltung anrechnen.

Wie gehe ich vor?

Für die Anrechnungen ist die Studienprogrammleitung (SPL) zuständig, das wäre an der Abteilung Finno-Ugristik der Vizestudienprogrammleiter Univ-Prof. Dr. Timothy Riese. Er beurteilt aufgrund der vorgelegten Unterlagen, ob eine Anrechnung in Frage kommt. Dafür ist es notwendig mit dem Zeugnis (Sammelzeugnis) der bereits absolvierten Prüfung bzw. Lehrveranstaltung in seiner Sprechstunde zu erscheinen und anschließend die ausgefüllten Formulare samt Originalzeugnissen in der Abteilung abgeben. Es ist hilfreich – insbesondere bei Studien an anderen oder ausländischen Universitäten – einen Studienplan (Curriculum) oder eine Beschreibung der Lehrveranstaltung (von der Universität) über die anzurechnende Lehrveranstaltung bzw. das Studium mitzubringen. Der fertig ausgestellte Anrechnungsbescheid kann nach rund 14 Tagen im SPL-Institutssekretariat im Hauptgebäude am Ring abgeholt werden. Man wird vorher verständigt.

Weiterführend

Es gibt darüber hinaus Informationen in Leitfäden: Anrechnung von…

Was zu beachten ist

  • Eine Anrechnung hängt von mehreren Personen bzw. Stellen ab. Bitte kalkuliere deshalb genügend Zeit ein, um nicht eventuell in eine Zwickmühle wegen Stipendien, Familienbeihilfe, Fristen usw. zu gelangen. Ein Monat sollte man für alle Fälle veranschlagen, auch wenn es meistens innerhalb einer Woche erledigt ist.
  • Man kann nur bereits absolvierte Lehrveranstaltungen anrechnen und nicht zukünftige. Dies betrifft insbesondere Lehrveranstaltungen, die andere Lehrveranstaltungen als Einstiegsvoraussetzung beinhalten. Bsp: Eine Lehrveranstaltung A dieses Semesters erfordert eine Lehrveranstaltung B als Einstiegsvoraussetzung aus dem vergangenen Semester, die ich bereits (vor Jahren) für Studium Indogermanistik absolviert habe und anrechnen möchte. So hat jene Anrechnung von B bereits VOR Beginn der Lehrveranstaltung A zu erfolgen um an ihr teilnehmen zu können und nicht im Nachhinein.
  • Viele Lehrveranstaltungen sind zu speziell, um angerechnet werden zu können. So kann keine Englische Grammatik-Lehrveranstaltung für eine Finno-ugrische Grammatik-Lehrveranstaltung angerechnet werden. Eine spezielle Lehrveranstaltung kann auch nicht als Einführungslehrveranstaltung angerechnet werden. Bspw. Ungarische Literatur aus dem 19. Jahrhundert ist für eine Einführung in die Ungarische Literaturgeschichte 1722-1989 ist nicht anrechenbar.
  • Oft hängt eine Anrechnung nicht nur vom Titel wie “Einführung ins Wissenschaftliche Arbeiten”, sondern auch von der Methodik ab. Die Methodik bei einem technischen Studium kann eine andere Form haben, als an einer philologisch-kulturwissenschaftlichen Fakultät. D.h. Namensgleichheit muß nicht unbedingt mit gleichem Inhalt korrelieren.
  • Beim Lehramtstudium (Unterrichtsfach) sind zwei Unterrichtsfächer für das Diplomstudium zu kombinieren. Beispielsweise Ungarisch und Geschichte, Ungarisch und Englisch, Ungarisch und Geographie,… es ist hierbei ausdrücklich nicht möglich Gegenstände aus den zwei Unterrichtsfächer (gegenseitig) anzurechnen.